NR. 6 Nachts weinte ich. Ich konnte den überraschenden Tod meiner Eltern einfach nicht verstehen. Mir fehlten ihre Worte, ihre Umarmung, ihr Trost. Dazu kam der Druck von außen. Ich blätterte in der Bibel, verstand sie nicht. Da stand soviel drin, was ich ganz anders sah. So, als könne sie nicht von Gott sein. Ein schlechtes Buch, eine Qual für arme Seelen. Aber die Stellen, die Franziskus darin fand und in sein Leben integrierte, verstand ich. Ich weinte aber weiter. Ich sagte mir: Als du noch gute Eltern hattest, wurdest du umsorgt und warst glücklich. Jetzt bist du erwachsen. So richtig helfen wird dir jetzt niemand mehr. In meiner Seelennot wanderte ich auf den Lauberberg zum Standbild des Hl. Antonius von Padua. |